Grids Growing (2023) explores the grid as an open and evolving ordering principle. The work begins with a regular lattice structure that does not appear as a closed system, but as a form capable of expansion and transformation. The grid is understood not only as a visual structure but as a spatial organization. The individual elements follow a serial logic in which repetition and variation are interconnected. Through additive extension, the structure appears to grow beyond its visible boundaries, suggesting a system that can be continuously expanded. Order is presented here as a process rather than a fixed form. The work operates between drawing in space, relief structure, and architectural intervention. Lines, modules, and intervals form a configuration in which surface and space intersect. The empty space within the grid becomes as significant as the material elements themselves. “Grids Growing” addresses the relationship between rule and expansion. The grid functions as a generative system based on repetition, while its perception is shaped by small shifts, distances, and transitions.
Grids Growing (2023) untersucht das Raster als offenes, sich entwickelndes Ordnungsprinzip. Ausgangspunkt der Arbeit ist eine regelmäßige Gitterstruktur, die nicht als abgeschlossenes System erscheint, sondern als Form, die sich potenziell erweitern und verändern kann. Das Raster wird dabei nicht nur als visuelle Struktur, sondern als räumliche Organisation verstanden. Die einzelnen Elemente folgen einer seriellen Logik, in der Wiederholung und Variation miteinander verbunden sind. Durch additive Erweiterung entsteht der Eindruck eines Systems im Wachstum — einer Struktur, die über ihre sichtbaren Grenzen hinaus weitergedacht werden kann. Ordnung erscheint hier als Prozess, nicht als statische Form. Die Arbeit bewegt sich zwischen Zeichnung im Raum, Reliefstruktur und architektonischer Setzung. Linien, Module und Zwischenräume bilden gemeinsam ein Gefüge, in dem Fläche und Raum ineinander übergehen. Der leere Raum innerhalb des Rasters wird ebenso bedeutend wie die materiellen Elemente selbst. „Grids Growing“ thematisiert das Verhältnis von Regel und Expansion. Das Raster fungiert als generatives System, dessen Logik auf Wiederholung basiert, dessen Wahrnehmung jedoch durch kleine Verschiebungen, Abstände und Übergänge bestimmt wird.